Spezielle Gassysteme für die physikochemische Laboranalyse
Die physikochemische Analyse ist eine Grundlagendisziplin, die wissenschaftliche Forschung, Qualitätskontrolle und industrielle Prüfungen an Universitäten sowie in der Biopharma-, Lebensmittel-Sicherheits-, Umweltüberwachungs- und Petrochemie-Branche unterstützt. Präzisionsinstrumente wie Gaschromatographen (GC), Atomabsorptionsspektrometer (AAS) und ICP-OES-Systeme benötigen eine kontinuierliche, hochreine Gasversorgung, um zuverlässige Ergebnisse zu liefern. Jede Unterbrechung oder Kontamination in der Gasversorgungskette kann die analytische Genauigkeit beeinträchtigen und empfindliche Geräte beschädigen.
Ein Special Gas Supply System (SGS) bietet Laboren eine zentralisierte, standardisierte Gasversorgungsinfrastruktur – von der Gasspeicherung über den Manifold-Umschalter, die Druckregelung, die Rohrleitungsverteilung, die Endauslässe bis hin zur Sicherheitsüberwachung – als integrierte Gesamtlösung.
1. Zentralisierte Manifold-Versorgung mit Mehrmodus-Umschaltung
Der Gasverbrauch im Labor erfolgt kontinuierlich und verteilt sich auf mehrere Arbeitsplätze. Ein SGS verwendet eine Verteilerarchitektur, bei der mehrere Flaschen parallel verbunden sind, wodurch eine unterbrechungsfreie Gasversorgung durch Umschaltung zwischen zwei oder mehr Flaschen gewährleistet wird. Das System unterstützt manuelle, halbautomatische und vollautomatische Betriebsarten. Im automatischen Modus erfolgt beim Unterschreiten des voreingestellten Druckgrenzwerts im aktiven Flaschenbehälter ein Wechsel zum Ersatzbehälter sowie eine Auslösung einer Niederdruckwarnung – dies stellt eine stetige Versorgung mit Trägergasen (Helium, Stickstoff, Argon) und Brenngasen (Wasserstoff, Acetylen) sicher, ohne laufende Analysen zu unterbrechen.

2. Rohrleitungen aus Edelstahl 316 für Gasreinheit
Analytische Instrumente erfordern eine extrem hohe Gasreinheit – bereits Spuren von Verunreinigungen können zu einer Drift der Grundlinie, erhöhten Nachweisgrenzen oder Schäden am Instrument führen. SGS-Leitungen bestehen vollständig aus Edelstahl 316, einschließlich aller Ventile, Armaturen und Steckverbindungen, und bilden so einen dichten, kontaminationsfreien Transportweg vom Gasquelle bis zum Endgerät. Edelstahl 316 bietet hervorragende Korrosionsbeständigkeit und geringe Oberflächenadsorption, wodurch Gasrückstände an den Rohrwänden minimiert und verhindert werden, dass reaktive Gase wie Wasserstoff und Acetylen mit den Leitungsmaterialien interagieren. Ein Edelstahl-Steuerpult an der Gasquelle integriert Druckregelung, Filtration und Absperrfunktionen und gewährleistet so einen stabilen Ausgangsdruck sowie eine hohe Reinheit.

3. Mehrstufige Sicherheitsüberwachung
Sicherheit ist eine zentrale Gestaltungs-Priorität. Das System ist mit Niederdruck-Warnmeldungen ausgestattet, die den Zylinder-Druck in Echtzeit überwachen und die Bediener warnen, bevor das Gas erschöpft ist. Konzentrations-Detektoren überwachen kontinuierlich Leckagen von entzündbaren (Wasserstoff, Acetylen) und giftigen Gasen – und lösen akustische sowie optische Warnmeldungen aus, sobald die Leckage-Werte festgelegte Schwellenwerte erreichen. Bestimmte Konfigurationen sind zudem mit Abluft-Lüftung und Not-Absperreinrichtungen verknüpft, um eine automatische Reaktion auf Leckagen zu ermöglichen. Dieser zweischichtige Ansatz – Drucküberwachung kombiniert mit Gas-Konzentrationsüberwachung – schützt sowohl das Laborpersonal als auch die Geräte.

4. Konforme Zylinder-Raum-Gestaltung
Gasflaschen werden in einem eigens dafür vorgesehenen, physisch getrennten Flaschenraum gelagert, wodurch der Lagerbereich klar vom Laborarbeitsplatz abgegrenzt bleibt. Die Flaschen werden nach Gasart klassifiziert: Entzündliche Gase (H₂, C₂H₂) und Oxidationsmittel (O₂, N₂O) werden in separaten Zonen mit explosionsgeschützter Elektroinstallation, ausreichender Lüftung und Feuerlöschsystemen gelagert. Die Flaschen sind mit Halteketten und Schutzkappen gesichert; die Versorgungsleitungen führen über Wanddurchführungen ins Labor, um einen sicheren und standardisierten Gasversorgungsbereich zu gewährleisten.

5. Individuelle Planung und fachgerechte Montage
Laboratoriumsgas-Systeme umfassen häufig komplexe, mehrkreisige Anlagen. Wofly Technology arbeitet mit Baustellen-Unternehmern zusammen, um detaillierte Konstruktionszeichnungen zu erstellen, die jeden Kreuzungspunkt und jeden Stellventil-Standort präzise kennzeichnen – so werden Installationsfehler minimiert und Materialmengen genau geschätzt. Die Installation erfolgt gemäß SEMI-Standards; für eine glatte, oxidfreie Innennaht wird automatisches Orbitalschweißen eingesetzt. Vor der Übergabe unterzieht jedes System einer Helium-Massenspektrometer-Leckprüfung sowie Reinigungs- und Passivierungsverfahren, um Gasdichtheit und Sauberkeit zu bestätigen.

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